Was ist das Dojo?



Übliche Definitionen sind:

- Ein Ort, wo Aikido und Ken-Jutsu als Lebensweg geübt wird.

- Ein Ort der Ruhe und Meditation.

- Ein Ort, an dem man Körper und Geist übt.

Was ist das Dojo und was brauche ich für das Training?



Das Dojo ist die Übungshalle für Aikido und Ken-Jutsu. Dort herrschen bestimmte Regeln, die helfen vom Alltag abzuschalten und das Training miteinander angenehm zu gestalten. Unser Dojo ist mit hygienischen und gelenkfreundliche Baumwollmatten ausgelegt, die täglich gesäubert werden. Getrennte Umkleiden mit Duschen sind selbstverständlich.

Für das Probetraining benötigt man eine bequeme, lange Sporthose und ein T-Shirt. Ein Paar Slipper braucht man, um sich zwischen den Umkleiden und dem Übungsraum zu bewegen, da bar Fuß trainiert wird.

Eintritt ins Dojo



Für den Aikido-Kreis Köln stellt das Dojo einen Ort dar, an dem man anstrebt Körper und Geist zu üben, um daraus einen Lebensweg zu gestalten. Über den Trainingsrahmen hinaus soll das Aikido-Dojo nicht nur eine schlichte Übungshalle darstellen; es soll zusätzlich ein Treffpunkt sein, wo man gerne hingeht. In unserem Dojo darf jeder auch gerne "ein paar Minuten länger" bleiben. Nach dem Betreten der Halle zieht man seine Schuhe aus, legt sie ordentlich ab und zieht seine Slipper an. Dies symbolisiert, dass man seinen Alltag zurücklässt und "abschaltet".

Eine klassische Schule besitzt normalerweise:

A) Das Kamiza (Schrein) oder Shomen



Eine klassische Schule besitzt normalerweise das Kamiza (Schrein) oder Shomen. Bei uns stellen zwei Kalligrafien das Shomen dar, darunter eine mit dem alten Motto "Nur wer es versucht, dem kann es gelingen!".  Kami heißt übersetzt "Ehrfurcht gebietend“. Mit der freiwilligen Verbeugung vor dem Kamiza zu Beginn und am Ende des Unterrichts bringen wir den Willen zum Ausdruck, die Selbstverteidigungsidee zu kultivieren und das Abgleiten ins Unkontrollierte niemals zuzulassen.

B) Die Matte:



Der wichtigste Bestandteil des Dojos ist die "Matte“. Die "Matte“ ist die Übungsfläche, die nur bar Fuß betreten werden darf. Nach dem Betreten der Halle zieht man seine Straßenschuhe aus und seine Slipper an. Dies symbolisiert, dass man seinen Alltag zurücklässt und "abschaltet". Vor dem Betreten der Matte zieht man auch die Slipper aus.

Wir achten darauf, dass Füße, Hände und die Trainingskleidung sauber und geruchsfrei sind, denn wir üben gemeinsam und somit stellt Sauberkeit die Grundlage für ein angenehmes Üben dar. Schmuck und Make-up müssen entfernt werden, um den Trainingspartner und sich nicht zu verletzen bzw. die Übungskleidung zu färben. Wenn man eine Schnittwunde oder Blase hat, ist es ratsam sie zu pflastern.

C) Umkleiden, Duschen:



Auch hier sollte eigentlich klar sein: alles so hinterlassen wie man es vorgefunden hat und selber gern vorfinden möchte.

D) Pinnwände:



Um auf dem aktuellen Stand zu sein, sollte man regelmäßig einen Blick auf sie werfen. Lehrgangsausschreibungen und evtl. Sonderregelungen sollten Beachtung finden. Die obere Pinnwände ist nur fürs Aikido und Ken-Jutsu gedacht, die untere (Zugang zu den Umkleiden) für Allgemeines.

E) Geiko-Gi (Trainingskleidung) oder Gi:



Im Aikido trägt man den sogenannten Judoanzug mit Gürtel, den Geiko-Gi oder Gi. Ab dem viertem Schülergrad (2.Kyu) kommt ein blauer oder schwarzer Hosenrock, der Hakama, hinzu. Die Schülergrade unterscheiden sich ansonsten nicht durch Gürtelfarben. Erst ab dem 1. Dan wird ein schwarzer Gürtel getragen. Wascht Euren Anzug regelmäßig, denn denkt daran: Aikido ist keine offensive Kunst, also greift andere nicht mit Eurem Gi an. (Normalerweise wäscht man seinen Anzug spätestens nach 6 Trainingsstunden).

Unterrichtsteilnahme:



Im Dojo ist Pünktlichkeit wichtig, da man sonst das sich Sammeln und das Aufwärmen verpaßt. Natürlich kann es aus beruflichen und verkehrstechnischen Gründen zu Unpünktlichkeiten kommen und es ist immer erfreulich, wenn Schüler es trotz Hindernissen noch zum Training schaffen.

Es ist sinnvoll, vor dem Unterricht vom Alltag(sstreß) abzuschalten. Es besteht deswegen die Möglichkeit, etwas vor Trainingsbeginn im Dojo zu erscheinen, um sich zu sammeln. Wenn man doch mal zu spät kommt, so geht man ohne Verzögerung in die Umkleide und auf die Matte. Die Begrüßung und das Sammeln nicht vergessend, sollte man sich störungsfrei in den laufenden Unterricht integrieren.

Als Zuschauer verhält man sich ruhig und unterbricht etwaige leise Gespräche, wenn etwas demonstriert wird oder die Begrüßung stattfindet. Beim Demonstrieren und Warten in einer Dreiergruppe setzt man sich immer ordentlich hin, auch dies ist eine Übung. Während des Trainings verlässt man nicht einfach die Matte, wenn doch unbedingt nötig, sagt man dem Lehrer Bescheid.

Diese Zeilen sollen Euch auch als Orientierung in anderen Dojos dienen, da das "Fehlverhalten" der Schüler immer dem Lehrer angelastet wird. Ob gewollt oder nicht: man ist immer Repräsentant seines Dojos.

Wann kann ich mitmachen?



Man kann jederzeit beginnen. Als Einsteiger empfiehlt es sich, 1 bis 3 beliebige Anfängerstunden in der Woche zu besuchen. Für Aikidoka mit Vorerfahrung stehen auch die Stunden der "Dynamik" offen. Eine Woche lang kann man so probeweise kostenlos am Training teilnehmen.