Termine und Zeiten der Seminare
Kenjutsu-Kurse im Rahmen der "Fern-uni" dienen auch der Einführung in den Schwertkampf.
Der nächste Termin in Köln:
Am Samstag, den 11. September findet ein Einführungskurs statt.
Von 10 bis 12 Uhr wird Aikido vorgestellt und anschließend von 12 bis 14 Uhr die japanische Schwertkunst Kenjutsu.
Jeder Block kostet 10 €, beide zusammen 15 €
Helfer aus unserem Dojo sind gern gesehen!
Sonntag, 19. September: Kyu-Drill
14:30 bis 16:20 Uhr für 20 €
Samstag, 2. Oktober: Schwertlehrgang
10 bis 12 Kyu-Drill (15 €)
12:15 bis 14.15 Zweischwertformen 20 €
14.30 bis 16:30 Langstock (128 cm) 20 €
Unsere Lehrgänge sind normalerweise immer verbandsoffen und unterliegen keiner Einschränkung.
Weitere Termine:
Lehrgänge bis Dezember
Sonntag, 31. Oktober: Latexschwert 14 bis 16 Uhr 15€
Samstag, 13. November:
11 bis 13 Uhr Drill
15 bis 17 Kurzschwert 35 € zusammen
Sonntag, 14. November
15.30 bis 16.30 Uhr Langschwertform 10€
Samstag, 27. November:
14:30 bis 16.30 Uhr Kurzstocksparring mit Helm!
Samstag,11. Dezember: Schwert:
11 bis 13 Uhr Kyu-Drill
15 bis 17 Uhr „Neues“ aus der Welt des Schwertkampfes, viel Spass!
Zum Mittelalterseminar(14.03.) dieser Text:
Rittertugenden
Als Rittertugenden galten staete, mâze und triuwe (mittelhochdt. Minnesang), was in etwa mit Aufrichtigkeit, Bescheidenheit und Verlässlichkeit übersetzt werden kann. Das allegorische Preisgedicht auf Kaiser Karl IV. von Heinrich von Mügeln „Der meide kranz“ (um 1355) enthält eine Tugendlehre, in der die zwölf Tugenden Weisheit, Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Friedfertigkeit Starkmut (Stärke), Glaube, Mäßigkeit, Güte,Demut, Hoffnung und Liebe auftreten.
Noch spezieller dann:
Die alten Pflichten der Tempelritter :
1. Rede deine Mitmenschen mit ruhigem Ton an, verspotte und beleidige sie nicht, noch mache dich über sie lustig. Zeige deinen Mitmenschen, dass du sie achtest und benimm dich danach.
2. Wenn du Kritik übst, taste die Würde des anderen nicht an. Kritik soll immer
positiv sein und nie verletzend und destruktiv.
3. Sei zurückhaltend und höflich, dränge dich niemandem auf. Verkauf nicht dein
Selbst und deine Überzeugung, um etwas zu erreichen.
4. Hänsele niemanden wegen seiner Gebrechen oder seines Aussehens.
5. Gib nicht an und protze nicht, sondern glänze lieber mit Bescheidenheit.
6. Sei aus freien Stücken hilfsbereit und tue es nicht, weil du eine Gegenleistung
erhoffst.
7. Sei in deinen Absichten, Gefühlen und Äußerungen ehrlich und aufrichtig, spiele nicht mit den Gefühlen und dem Vertrauen anderer.
8. Bemühe dich ständig, ein noch besserer Mensch zu werden, feile an deinem
Charakter dein Leben lang. Jeder kann sich ändern, wann immer er nur will.
9. Sei nicht nachtragend, sondern lerne zu verzeihen. Haß zerstört dich nur selbst.
10. In deinen Tätigkeiten sei fleißig und bemühe dich, dein Bestes zu geben, das schuldest du dir selbst und deinen Mitmenschen.
11. Schau nicht neidvoll auf das Geld oder den Besitz anderer. Menschen, die nur nach materiellen Dingen trachten, sind oberflächlich und es nicht wert, daß man sich mit ihnen abgibt. Sie werden dich immer enttäuschen.
12. Wahre Freundschaft, Zuneigung, Toleranz, Vertrauen, Treue und Verschwiegenheit sind Charaktereigenschaften, die du erlernen und beherzigen mußt. Wahre Werte liegen im Inneren des Menschen und nicht in Äußerlichkeiten.
14. Rede offen über deine Probleme und deine Bedürfnisse und höre sie dir auch von anderen an. - Lerne zuzuhören!
15. Versuche immer, mit gutem Beispiel voranzugehen und bemühe dich gerecht zu sein.
16. Lass dich nicht gehen, um wie ein jammerndes Kleinkind zu erscheinen. Wenn du aber zu viel Alkohol oder Drogen konsumierst, bist du nichts anderes.
17. Genieße den Tag und sei nicht mürrisch, weil du vielleicht etwas noch nicht erreicht hast. Du kannst nichts erzwingen. Das, was für dich gut ist, wird zu dir kommen, früher oder später.
18. Suche dein Glück und deine Zufriedenheit zuerst in dir selbst und du wirst sehen, das, was aus dir herausstrahlt, fällt auf dich zurück. Lerne zu lachen!
19. Sei in deinem Handeln besonnen und nicht hitzig und gib keinem anderen die Schuld, die du alleine zu tragen hast.
20. Lerne die Zeichen zu deuten, die dir das tägliche Leben gibt.
Japan:
Aus dem Hagakure von Yamamoto Tsunetomo.
Erkenne die Bedeutung von Bushido
Ich habe herausgefunden: Bushido, der Weg des Kriegers, liegt im Sterben. Wird man mit zwei Alternativen konfrontiert, Leben und Tod, so sollte man ohne zu zögern den Tod wählen. Daran ist nichts Schweres; man muss nur fest entschlossen sein Ziel verfolgen.
Wenn einige behaupten: >>Ein Tod, ohne seine Bestimmung erlangt zu haben, ist ein sinnloser Tod<<, so ist das die berechnende Art zu denken, die dem eitlen, verstädterten Bushido entspringt. Zwischen zwei Alternativen eingezwängt, kann man nur schwer den richtigen der beiden Wege wählen. Um sicher zu gehen, bevorzugt jeder das Leben gegenüber dem Tod; man versucht, sich von der Vernunft des eigenen Überlebens zu überzeugen.
Doch wenn man überlebt, ohne ein gerechtes Ende erlangt zu haben, ist man ein Feigling. Hierin liegt der entscheidende Punkt.
Solange jemand umgekehrt den Tod wählt, ohne sein Ziel erreicht zu haben, ist sein Tod frei von Schande, auch wenn andere ihn sinnlos oder wahnsinnig nennen mögen.
Das ist die Essenz des Bushido. Wenn jemand jeden Morgen und Abend sich auf den Tod vorbereitet und ihn jeden Augenblick erwartet, wird Bushido zu seinem eigenen Weg, wodurch er seinem Fürsten sein Leben lang fehlerlos dienen kann.
... nur leider verliert das Hagakure enorm an Wert, wenn man die Hintergründe etwas näher beleuchtet...
Den Samurai war zu Beginn des 17. Jahrhunderts mit dem Beginn der Edo-Periode sozusagen das Schlachtfeld abhanden gekommen. Sie erhielten somit kaum noch Gelegenheit, ihr militärisches Können unter Beweis zu stellen. Stattdessen wurden sie nach und nach zu Verwaltungsbeamten degradiert. Dies dürfte für einige Unzufriedenheit gesorgt haben.
Um die sich unter den Tokugawa ausprägenden gesellschaftlichen Verhältnisse zu stabilisieren, erwies es sich daher als dringend notwendig, die unter den Samurai herrschende Unzufriedenheit ein zu dämmen. Dies gelang unter anderem dadurch, dass einigen der so genannten friedlichen Künste (Teezeremonie, Theater usw.) offiziell eine enorme Bedeutung zugewiesen wurde. Somit war es für die Samurai plötzlich unumgänglich, sich diesen Künsten in aller Ausführlichkeit zu widmen.
Diese Entwicklung wurde verschiedentlich heftig beklagt. Ein bekannter Kritiker der „Verweichlichung“ der Samurai während der Edo-Periode war Yamamoto Tsunetomo, der Verfasser des als „Hagakure“ bekannten Werkes. Das „Hagakure“ wird heute gern als Leitfaden für das sittliche Verhalten der Samurai der Edo-Periode dargestellt. Das aber ist ein Trugschluss!
In diesem Werk nämlich beschreibt der Autor nicht das wirkliche Denken und Handeln der mittelalterlichen Samurai. Er legt vielmehr lediglich dar, wie er selbst sich das Denken und Handeln der mittelalterlichen Samurai vorstellt !
So wird diese Beschreibung des Denkens und Handelns mittelalterlicher Samurai, welche allein der Phantasie Yamamoto Tsunetomos entsprungen ist, für bare Münze genommen und mit einer wirklichkeitsgetreuen Darstellung verwechselt.
Wer sich intensiv mit der tatsächlichen Geschichte des mittelalterlichen Japan beschäftigt, der wird gewiss einige Beispiele dafür finden, dass es durchaus zu den Gepflogenheiten der Samurai gehörte, nach einer Niederlage lieber heroisch auf dem Schlachtfeld zu sterben als schimpflich auf der Flucht erschlagen zu werden. Das aber ist keine spezifisch japanische Samurai-Tugend. Zu allen Zeiten, auf allen Schlachtfeldern dieser Erde finden sich Beispiele für solches Verhalten. Andererseits kann niemand leugnen, dass die Militärgeschichte des mittelalterlichen, feudalen Japan auch zahllose Fälle belegt, in denen vor allem Feigheit die Schlacht entschied. Auch Täuschung, List und Verrat wurden gern und oft angewandt, um den Sieg zu erringen. Hierin unterschied sich das feudale Japan nicht vom Rest der Welt. Dies war die Realität, welche sich sehr stark von der romantischen Wunschvorstellung des Yamamoto Tsunetomo abhob. Das von ihm im „Hagakure“ beschriebene Idealbild eines Samurai war tatsächlich nichts anderes als eine Fiktion, die so in der Realität niemals existiert hat.
Neu, unsere DVD der Serien und Großkatas
Darin sind die 1. bis 5. Serie und die 1. bis 5. Großkata zu sehen. Dazu auch noch ein paar Solo-übungsformen ...
Preise:
für externe Schüler 50,- €
Schüler der Schwertschule (auch der angeschlossenen Schulen!) für nur 25,- €




